Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 18.08.2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die Buchung und Teilnahme an entgeltlichen Findius Rechtskursen. Die gesetzliche Rücktrittsbelehrung und ein Muster-Rücktrittsformular befinden sich in den Abschnitten 8 und 9.
1. Anbieter und Geltung
Anbieter und Vertragspartner der unter der Marke Findius angebotenen Rechtskurse ist die C2CAgent GmbH, Blindengasse 51/1, 1080 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 590369s, Sitz in Wien, E-Mail: office@findius.at (nachfolgend „Findius“).
Diese AGB gelten für Verträge über Rechtskurse, Einzelstunden und damit verbundene Kursleistungen, die über findius.at im Fernabsatz geschlossen werden. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn Findius ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt. Zwingende gesetzliche Rechte eines Verbrauchers bleiben unberührt.
2. Leistungsangebot
Art, Umfang, Termine, Durchführungsform, Ort, Teilnehmerzahl und Preis ergeben sich aus der jeweiligen Kursbeschreibung. Rechtskurse dienen der strukturierten Prüfungsvorbereitung. Sie ersetzen weder den Besuch universitärer Lehrveranstaltungen noch Rechtsberatung oder die eigenständige Prüfung amtlicher Fristen und Studienvorschriften.
Ein bestimmter Prüfungs-, Studien- oder Lernerfolg wird nicht geschuldet. Findius darf Inhalte und Ablauf sachgerecht an aktuelle Lehr- und Prüfungsschwerpunkte anpassen, sofern der Gesamtcharakter und der vereinbarte Nutzen des Kurses erhalten bleiben.
3. Vertragsabschluss
Die Darstellung eines Kurses ist eine Aufforderung zur Abgabe einer Buchung. Der Kunde wählt einen Durchgang, gibt die erforderlichen Daten ein, wählt zwischen Online-Zahlung und Überweisung und bestätigt diese AGB. Bei Online-Zahlung wird der Kunde zur Zahlungsabwicklung an Stripe weitergeleitet. Vor dem Absenden kann der Kunde seine Angaben prüfen und berichtigen.
Der Vertrag kommt mit erfolgreicher Zahlung und der elektronischen Buchungsbestätigung zustande. Bei Auswahl der Überweisung ist der Kursplatz bis zur Bestätigung des Zahlungseingangs vorgemerkt. Ist ein Kurs ausgebucht, begründet die Eintragung auf der Warteliste noch keinen Kursvertrag und keine Zahlungspflicht. Eine Wartelisteneinladung ist zeitlich befristet.
4. Preise und Zahlung
Es gilt der im Buchungszeitpunkt ausgewiesene Endpreis. Dieser enthält alle für den Kunden anfallenden Steuern und Abgaben, soweit solche anfallen. Die Zahlung erfolgt wahlweise online über Stripe mit den dort angebotenen Zahlungsmitteln oder durch Überweisung. Bei Überweisung sind der mitgeteilte Verwendungszweck und die gesondert übermittelten Zahlungsinformationen zu verwenden. Ein Kursplatz wird erst nach erfolgreicher Zahlungsbestätigung verbindlich zugeteilt.
Rechnungen und Zahlungsbelege werden elektronisch bereitgestellt. Der Kunde hat eine richtige und erreichbare E-Mail-Adresse sowie zutreffende Rechnungsdaten anzugeben.
5. Teilnahme und Kursdurchführung
Die Zugangsberechtigung ist persönlich. Zugangsdaten und nicht öffentliche Kurslinks dürfen nicht weitergegeben werden. Bei Onlinekursen sorgt der Kunde für eine geeignete Internetverbindung und ein funktionsfähiges Endgerät. Kurzzeitige, technisch notwendige Unterbrechungen sind möglich; erhebliche Leistungsstörungen werden nach den gesetzlichen Vorschriften behoben.
Findius darf einen Vortragenden aus wichtigem Grund durch einen fachlich geeigneten Vortragenden ersetzen und Termine in zumutbarem Umfang ändern. Über wesentliche Änderungen wird der Kunde rechtzeitig über die angegebene E-Mail-Adresse informiert.
6. Kursunterlagen und Nutzungsrechte
Bereitgestellte Unterlagen sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, urheberrechtlich geschützt und nur für den persönlichen Lerngebrauch des teilnehmenden Kunden bestimmt. Veröffentlichung, Weitergabe, Vervielfältigung oder kommerzielle Nutzung bedürfen der vorherigen Zustimmung von Findius. Gesetzlich erlaubte Nutzungen bleiben unberührt.
7. Absage, Terminänderung und Stornierung
Sagt Findius einen Kurs ab, kann der Kunde zwischen einer vollständigen Rückzahlung des bereits bezahlten Kurspreises und, soweit verfügbar, einer Umbuchung wählen. Bei einer wesentlichen Terminverschiebung wird eine gleichwertige Wahlmöglichkeit angeboten. Weitergehende Ansprüche richten sich nach den zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
Nach Ablauf der gesetzlichen Rücktrittsfrist besteht kein zusätzliches kostenloses Stornorecht, sofern in der Kursbeschreibung nichts anderes zugesagt wurde. Das Nichterscheinen des Kunden lässt die Zahlungspflicht unberührt. Findius kann einer Umbuchung oder der Benennung eines Ersatzteilnehmers im Einzelfall zustimmen.
Information für Verbraucher
8. Rücktrittsbelehrung nach dem FAGG
Rücktrittsrecht und Frist
Ein Verbraucher kann von einem im Fernabsatz geschlossenen Vertrag binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurücktreten. Bei einem Dienstleistungsvertrag beginnt die Frist mit dem Tag des Vertragsabschlusses. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung einer eindeutigen Rücktrittserklärung.
Die Erklärung ist an die C2CAgent GmbH, Blindengasse 51/1, 1080 Wien, oder per E-Mail an office@findius.at zu richten. Das Musterformular in Abschnitt 9 kann verwendet werden, ist aber nicht verpflichtend.
Folgen des Rücktritts
Im Rücktrittsfall erstattet Findius alle aufgrund des Vertrags erhaltenen Zahlungen unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen ab Eingang der Rücktrittserklärung. Für die Rückzahlung wird grundsätzlich dasselbe Zahlungsmittel verwendet, das bei der Zahlung eingesetzt wurde, sofern nichts anderes vereinbart wird.
Kursbeginn innerhalb der 14-tägigen Frist
Soll ein gebuchter Kurs vor Ablauf der Rücktrittsfrist beginnen, kann Findius nur dann vorzeitig mit der Dienstleistung beginnen, wenn der Kunde dies ausdrücklich verlangt. Deshalb wird bei einem entsprechend kurzfristig beginnenden Durchgang im Buchungsformular eine gesonderte, nicht vorangekreuzte Erklärung verlangt.
Ein solches Verlangen beseitigt das Rücktrittsrecht nicht sofort. Tritt der Kunde nach Beginn der Leistung, aber vor deren vollständiger Erbringung zurück, ist bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen ein verhältnismäßiger Betrag für die bis zum Rücktritt erbrachte Leistung zu zahlen. Das Rücktrittsrecht erlischt erst mit vollständiger Erbringung der Dienstleistung, wenn der Kunde den vorzeitigen Beginn ausdrücklich verlangt und bestätigt hat, den dadurch bei vollständiger Vertragserfüllung eintretenden Verlust des Rücktrittsrechts zur Kenntnis genommen zu haben.
Die maßgeblichen gesetzlichen Regelungen finden sich insbesondere in den §§ 10, 11, 14, 16 und 18 des Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetzes.
9. Muster-Rücktrittsformular
Wenn Sie vom Vertrag zurücktreten wollen, können Sie folgenden Text verwenden und an office@findius.at oder postalisch an die unten angeführte Adresse senden:
An C2CAgent GmbH, Blindengasse 51/1, 1080 Wien, office@findius.at
Hiermit trete ich von dem von mir abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung des folgenden Rechtskurses zurück:
Kurs und Durchgang: ________________________________
Gebucht am: _______________________________________
Name des Kunden: __________________________________
Anschrift des Kunden: ______________________________
Datum: ____________________________________________
Unterschrift (nur bei Erklärung auf Papier): _______
10. Gewährleistung und Haftung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen. Findius haftet unbeschränkt für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden, für Personenschäden und in allen Fällen, in denen eine Haftung gesetzlich nicht eingeschränkt werden darf. Sonstige Haftungsbeschränkungen gelten nur im gesetzlich zulässigen Umfang.
Angaben zu Prüfungen, Fristen, Prüfern und universitären Abläufen können sich ändern. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen offiziellen Informationen der Universität. Für einen bestimmten Prüfungserfolg wird keine Gewähr übernommen.
11. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss seiner Verweisungsnormen und des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch zwingender Schutz des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen wird. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände; eine davon abweichende Gerichtsstandsvereinbarung wird nicht getroffen.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.
